Die grossen Publisher und Spieleentwickler beschreiten seit einiger Zeit neue Weg bei der Vermarktung von Spieletiteln. Zu diesen Portalen zählen unter anderem STEAM, Gamesplanet und die Telekom Tochter Gamesload.
So hat die deutsche Spielezeitschrift Computer Bild Spiele in Ihrer Ausgabe 05 / 09 bekannte Downloadportale für legale kommerzielle Computerspiele verglichen. Darunter die 3 oberen genannten Anbieter, wobei der deutsche Anbieter Gamesload.de als Sieger gekürt wurde.
Gamesload konnte gegenüber den Mitbewerbern das grösste Angebot zur Zeit der Erhebung und den schnellsten Downloadraten aufwarten. Bei den Preisen und em Service verloren alle Anbieter gleichermassen.
http://www.presseportal.de/pm/51005/1380303/computer_bild_gruppe_computerbild_de
GamingHistory Fazit :
Es ist gut, das mal eine Spieleredaktion sich dem Thema annimmt, auch wenn es nur halbherzig ohne Hintergründe behandelt wurde.
Wenn man überlegt, das legale Download Computerspiele gegenüber herkömmlichen Computerspielen ein riesiges Einsparpotenzional Dank der Einsparung der Verpackung, Handbuch und Datenträger, schlägt sich dies kaum auf den Verkaufpreis für Downloadversionen nieder. Auch wenn es wieder in Mode geworden ist, Sammler Editionen wieder anzubieten, welche meist nochmalig 10 EUR teurer sind als die herkömmlichen Standard Fassungen.
Die eigentliche Problematik stellt sich in der Eigentumsfrage, beim Kauf von legalen Computerspielen als Download. Da diese keinen Datenträger haben, besitzt der Käufer auch kein Eigentumsrecht, sondern es verbleibt bei Verkäufer. In dem Fall bei den Publishern und den Spieleentwicklern und dem Käufer wird nur ein Nutzungsrecht zugesprochen, je nach Lizenzvereinbarung. Somit besitzt der Käufer nur eine belanglose Kopie, welche er nicht weiter veräussern darf, auch nicht wenn das Computerspiel vom Computer gelöscht und alle Sicherheitskopien vernichtet worden sind.
Ausserdem verwenden Downloadportale oft Techniken von Hackerkreisen, um den datenträgerlosen Betrieb zu ermöglichen. Das Aktualisieren von Spieletiteln wird problematischer.
In den Medien war schon zu lesen, das ein Publisher ein solches Tool verwendete, damit eine Version eines Computerspiels in einem legalen Downloadportal funktionierte. Somit stellen sich die Publisher und Hacker auf eine Stufe, wobei wir Hacker nicht als Raubkopier bezeichnen und eine ordentliche Vermarktung eines kostspieligen Spieleprojekts verhindern und die Weiterentwicklung von neuen Spielen gefährden.
Unterschiedliche legale Downloadportal gehen andere Wege. So auch der amerikanische Anbieter STEAM, des Spieleentwicklers Valve. Selbst kommerzielle Computerspiele mit STEAM Pflicht, welche im Ladengeschäft erworben, sind im eigentlichen Sinne keine vollwertigen Computerspiele, da nach Erstellung eines einmaligen Accounts, viele weitere Daten zum Betrieb des Computerspiels noch aus dem Internet von den STEAM Servern übertragen werden müssen. Darunter auch der Strategiehit Empire : Total War. Es gab Zeit da waren Spielehersteller verpöhnt, welche ein unvollendetes Computerspiel ablieferten.
Dies ist keine Rechtsauskunft und stellt auch keine dar, welche ausschliesslich den Rechtanwälten und deren Berufsgruppe zusteht.


